Oppenheimer Wollfest 2019 – Rückblick

Pressemitteilung zum Oppenheimer Wollfest 2019

Vielen Dank liebe Besucher, Aussteller, Kursleiter, Teilnehmer, Gastronomen und liebes Weingut Dr. Dahlem. Durch Euch war es ein wirklich schönes, harmonisches, kreatives und bereicherndes Wollfest. Vielen Dank für all Eure tollen Kommentare, den Zuspruch, die Emails und Nachrichten, die Ihr uns geschickt habt. Es war unser 10. Wollfest und wir haben uns so sehr über den nachhaltigen Erfolg und die große Bekanntheit der Veranstaltung gefreut. So viele Besucher kamen von weit her nach Oppenheim. Wir haben mit Woll- und Kunsthandwerkbegeisterten aus ganz Deutschland und den benachbarten Ländern gesprochen. Fast alle der 15 angebotenen Kurse waren voll ausgebucht. Was ein großes und tolles Interesse. Wir hatten den Eindruck, dass Ihr Euch bei uns sehr wohl gefühlt habt.

Leider gab es im Vorfeld schon heftige Diskussionen mit Anwohnern und Geschäftsleuten im Veranstaltungsbereich und mit der Stadt Oppenheim. Wir fühlten uns als Veranstalter eigentlich eher ungewollt, höchstens geduldet, von einer guten Zusammenarbeit ist das meilenweit entfernt.

Hier ein paar Beispiele welche Steine uns von Seiten der Stadt und auch des Ordnungsamtes in den Weg gelegt wurden:

In dem vom Ordnungsamt für den Markt komplett gesperrten Bereich der Mainzer Straße vom ehemaligen Merian Hotel bis zum Postplatz, mussten wir für einen Gewerbetreibenden 3 Parkplätze für dessen Kunden am Samstagvormittag bis 13 Uhr freihalten. Diese Parkplätze waren explizit für dieses Geschäft ausgeschildert! Was eine Bevorzugung von einem einzelnen Gewerbetreibenden in der Altstadt. Das Ordnungsamt konnte uns jedoch nicht sagen, wie wir herausfinden sollen, welche Autofahrer nun die Berechtigung hätten, diese Parkplätze zu nutzen. Eine Namensliste der für Samstag gebuchten Kundentermine lag uns ebenfalls nicht vor. Die reservierten Parkplätze wurden zu keinem Zeitpunkt der Veranstaltung genutzt. Uns entstanden dadurch finanzielle Einbußen, da wir dort keine Stände aufbauen konnten und uns die gesonderte Beschilderung in Rechnung gestellt wird.

Wir wurden expliziert vom Ordnungsamt per Anordnung aufgefordert den Parkplatz an der Festwiese schon von der B9 kommend als Parkplatz zu beschildern, um möglichst viele Besucher dazu zu motivieren ihr Fahrzeug dort zu parken. Wir haben dies auf unserer Internetseite, unserer Facebookseite, im mehr als 20 seitigen Sicherheitskonzept, das wir der Stadt vorlegen mussten, und natürlich auch vor Ort getan. Leider hatte man von Seiten der Stadt und des Ordnungsamtes vergessen, dass dieser Parkplatz bereits seit 31.05.2019 an die Schausteller der anstehenden Wäldcheskerb vermietet war, uns somit nicht zur Verfügung stand und offiziell durch die Beschilderung des Ordnungsamtes gesperrt war. Nachdem wir diesen Missstand bei dem 1. Abgeordneten Rainer Ebling moniert hatten, wurde für uns die ansonsten gesperrte Verlängerung der Fährstraße als Parkplatz bis zum Rhein runter freigegeben. Wir haben daraufhin die Beschilderung entsprechend geändert und versucht über all unsere Kanäle die Besucher des Oppenheimer Wollfests noch zu erreichen.

Die Vermietung des Parkplatzes „An der Festwiese“ an die Schausteller der Kerb hatte leider auch zufolge, dass diese mit Ihren Fahrzeugen einen Teil des Wohnmobilstellplatzes belegten. Seitens der Aussteller wurde unseren Ausstellern und Besuchern, die zum Teil bereits am Donnerstag anreisten, erklärt, der Wohnmobilstellplatz sei ebenfalls angemietet und sie würden den Platz jetzt mit einer Kette absperren. Wir trafen uns daraufhin mit Herrn Ebling, der auch ein Gespräch mit den Schaustellern führte und die Situation als erledigt erklärte. Kaum hatte Herr Ebling das Gelände verlassen, parkten die Schausteller ihre Fahrzeuge so, dass eine Zufahrt für Wohnmobile nicht mehr möglich war und zogen die Absperrbake zu. Herr Ebling musste ein weiteres Mal kommen, um erneut Gespräche zu führen. Einige Wohnmobilfahrer, Aussteller wie Besucher fuhren direkt am Donnerstag wieder weg, andere am Freitag, entweder weil sie nicht auf den Platz konnten oder die Atmosphäre dort sehr speziell und auch angespannt war. Leider ein weiterer Verlust für uns und den Betreiber der Stellplätze, das Womoland Oppenheim.

Hinzu kam ein weiterer Schildbürgerstreich bei der Ausschilderung des Zentralparkplatzes, die Besucher des Wollfestes, die Hochzeitsgesellschaft und die Besucher der Altstadt wurden über die Hasenbrunnengasse in die Wormser Straße, die Landschreibereigasse, die Pfaugasse hinunter im Kreis geführt. Darüber liegt uns eine amüsante Fotostrecke vor. Unsere Ausschilderung des Zentralparkplatzes führte über die Gartenstraße.

Dass im Nachgang des Oppenheimer Wollfestes nun seitens der Stadt falsche Zahlen und Fakten in der Presse und den sozialen Medien verbreitet werden, ist ein unfassbares Vorgehen. Wir haben versucht die Fakten und die Anschuldigungen richtig zu stellen.

Nachdem während des Wollfestes Anwohner sowohl uns als Veranstalter, als auch Aussteller übel beschimpft haben und während der Nacht auch noch Stände aufgebrochen und Waren zerstört und gestohlen wurden, fällt es uns schwer die heitere, fröhliche und ruhige Atmosphäre des Wollfestes aufrecht zu erhalten. Unglaublich fanden wir, dass hauptsächlich Anwohner kaltschnäuzig die Anordnungen und Ausschilderungen des Ordnungsamts ignoriert haben. Wir haben wirklich versucht eine gute Lösung für Zuwege, Parkplätze, PKWs und Fußgänger zu finden. Es gab Drohungen wie „Ich fahre Dich über den Haufen, Du Schlampe!“, „Wir hoffen die Zelte werden nicht brennen…“, „Ihr Zigeuner könnt doch wo anders hin gehen mit eurem scheiß Zeug“ und vieles mehr.

Unter diesen Umständen haben wir, Anja Baumann und Claudia Freiss, beschlossen, dass es kein weiteres Oppenheimer Wollfest mehr geben wird. Wir können auf dieser Basis nicht mit der Stadt zusammenarbeiten. Es tut uns für diejenigen Oppenheimer sehr leid, die uns unterstützt haben und bei denen das Wollfest willkommen war. Es tut uns für die Altstadt leid, für die eine Belebung dringend notwendig ist. Es ist schade für die Bekanntheit der Stadt Oppenheim und den Tourismus. Es ist schade für die Winzer, Gastronomen und die kleinen Geschäfte.

Leider wurden auch Gerüchte hörbar, die wir hier direkt richtigstellen: Es ist natürlich nicht so, dass wir an den Kosten für eine Nachtwache gespart hätten. Der Markt ist schon immer ein unbewachter Markt gewesen, dies ist in unserer Marktordnung, wie sie der Stadt und den Ausstellern vorliegt, nachzulesen. Es liegen uns Angebote verschiedener Sicherheitsfirmen vor. Eine umfassende nächtliche Bewachung hätte die Standgebühren verdreifacht, was für kleine Kunsthandwerker nicht bezahlbar ist. Es ist jedoch jedem Aussteller vorbehalten seinen Stand abends abzubauen, was jedoch wieder das Problem birgt, dass widerrechtlich parkende KFZ Standfläche blockieren. Dies war ein weiteres Problem dieses Jahr, das wir jedoch durch die kurzfristigen Absagen wegen der Wohnmobilsituation, schnell lösen konnten. Dass Herr Ebling sich herablässt zu solch einer Anschuldigung und dies gegenüber einer Zeitung äußert, ist wirklich schändlich.

Wir hatten als Veranstalter am 31.05.2019 eine Befahrung mit unserem Peugeot Traveller Bus um festzustellen, welche Straßen mit welcher KFZ-Größe befahrbar sind, sowie eine Begehung mit unseren Ordnern. Alle Ordnungskräfte hatten Kartenmaterial, eine Liste mit Möglichkeiten der Umfahrung von Brennpunkten und eine Aufstellung der Berechtigten mit Durchfahrtsgenehmigung der Stadt Oppenheim als Ausdrucke.

Ein weiteres Gerücht, dessen Ursprung wir nicht feststellen konnten, ist die Anschuldigung, die Bewohner der Altstadt hätten den nächtlichen Vandalismus und die Diebstähle initiiert. Das ist eine völlig unhaltbare Vermutung, von der wir uns absolut distanzieren.

Schon während des Wollfestes und auch im Nachgang haben uns Anfragen aus drei verschiedenen Städten erreicht, die alle sehr daran interessiert sind, das Wollfest dorthin einzuladen.

Wir, die Veranstalterinnen Anja Baumann und Claudia Freiss, werden mit guter, neuer Kraft und Ideen schauen was wir vielleicht als nächstes auf die Beine stellen. Es geht weiter, lasst Euch überraschen. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Bitte sendet uns per Email an claudia@freiss.de Eure Emailadresse zu, wir bauen gerade einen Email-Newsletter auf und nehmen Euch gerne darin auf.

Eure

Anja Baumann und Claudia Freiss

Ein Kommentar zu „Oppenheimer Wollfest 2019 – Rückblick

  1. Pingback: Wollsinn Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s